„JUGEND STÄRKEN im Quartier“ stellt sich am Tag der offenen Tür des BMFSFJ auf der Jugendmeile vor

JUSTiQ-Tanzgruppe "Jugendliche tanzen Dabke"

JUSTiQ-Tanzgruppe "Jugendliche tanzen Dabke"

„JUGEND STÄRKEN im Quartier“ (JUSTiQ) ist ein gemeinsames Programm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB). Aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds werden Angebote für Jugendliche zur Überwindung von sozialen Benachteiligungen und individuellen Beeinträchtigungen am Übergang von der Schule in den Beruf finanziert. Junge Menschen im Alter von 12 bis 26 Jahren werden in 176 Modellkommunen bei der (Re-)Integration in Schule, Ausbildung, Arbeit und Gesellschaft unterstützt.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger informierten sich bei strahlendem Sonnenschein über „JUGEND STÄRKEN im Quartier“. Neben kurzen Filmen von durchgeführten Projekten konnten sich die Besucherinnen und Besucher vor Ort die Fotoausstellung „Leben in Herne – Ein fotografisches Projekt aus Sicht jugendlicher Flüchtlinge“ ansehen und somit einen Einblick in die in den Kommunen geleistete Arbeit gewinne.

Die Fotoausstellung wurde von 20 jugendlichen Flüchtlingen im Rahmen des Mikroprojektes „Leben in Herne“ gestaltetet. Begleitet von einem Fotografen und sozialpädagogischen Fachkräften und ausgestattet mit Kameras erkundeten die Jugendlichen die Freizeitmöglichkeiten der Stadt Herne. Das Mikroprojekt half den jungen Flüchtlingen dabei, sich ihr neues Lebensumfeld zu erschließen und das Thema „Mobilität“ innerhalb der Stadt Herne aufzuarbeiten. Aus über 1.000 Aufnahmen wurden die 30 schönsten Fotos für eine Ausstellung zusammengestellt. Das Projekt wurde in Kooperation mit dem Mulvany Berufskolleg, der Gesellschaft freie Sozialarbeit e. V. (GFS) und der Stadt Herne in den Sommerferien 2016 durchgeführt.

Markus Knapp, Koordinator des JUSTiQ-Vorhabens der Stadt Herne, unterstützte beim Tag der offenen Tür und zog ein durchweg positives Fazit zur Veranstaltung: „Die vielen Gespräche mit Bürgern und Akteuren der Jugendhilfe am Tag der offenen Tür des Ministeriums haben mich darin bestärkt, auch in Zukunft Mikroprojekte mit verschiedenen Kooperationspartnern der Stadt Herne für die Festigung der Jugendsozialarbeit zu entwickeln und durchzuführen. Der Tag der offenen Tür bietet eine gute Möglichkeit die Arbeit im Modellprogramm JUSTiQ vorzustellen.“

Auf und vor der Bühne der Jugendmeile begeisterte die JUSTiQ-Tanzgruppe „Jugendliche tanzen Dabke“ mit arabischen Folkloretänzen in traditionellen Gewändern die Besucherinnen und Besucher. Die Tänzer luden das Publikum zum Mittanzen ein und so wurde aus der Dabke-Aufführung ein buntes Miteinander auf der Jugendmeile.

Die Tanzgruppe trainiert im Rahmen des JUSTiQ-Projektes „Vielfalt durch Dabke-Tanz“, das vom Wohltätigkeitsverein Al-Huleh e. V. (Palästinensischer Verein für soziale, kulturelle und sportliche Aktivitäten) durchgeführt wird, im Berliner Bezirk Neukölln. Neben der Förderung ihres Selbstbewusstseins und ihrer interkulturellen Kommunikations- und Teamfähigkeiten leisten die Jugendlichen durch öffentliche Auftritte wie diesen einen wichtigen Beitrag zum interkulturellen Kennenlernen und Verstehen. Die Jugendlichen aus dem Quartier kommen in Kontakt mit anderen Bewohnerinnen und Bewohnern und helfen somit dabei, das soziale Miteinander im Quartier zu verbessern.

Mehr Informationen zum ESF-Programm „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ finden Sie auf der Programmwebsite.