Kommunen tauschen sich zu Mikroprojekten bei „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ in Dessau aus

Projektmitarbeitende tauschen sich im Workshop aus

Projektmitarbeitende tauschen sich im Workshop aus

Nach Themenwerkstätten zum Programmbaustein Mikroprojekte in Marburg und Köln im vorangegangen Jahr lud zur dritten Werkstatt die Stadt Dessau-Roßlau am 14. September 2017 zu sich ein.
Bereits 977 Mikroprojekte wurden bislang bewilligt und die Werkstatt bot nach zweieinhalb Jahren rund weiteren 100 kommunalen Koordinatorinnen und Koordinatoren sowie Projektmitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Forum, um sich über die gewonnenen Erfahrungen mit Mikroprojekten auszutauschen. Erfolgreiche Mikroprojekte, wie auch die Ausstellung der Mikroprojekte aus Dessau-Roßlau es zeigte, motivieren junge Menschen ihr Lebensumfeld aktiv mitzugestalten und stärken ihre Kompetenzen.

Zentrale Ergebnisse

Die Orientierung der Mikroprojekte auf einen bestimmten geographischen Sozialraum und die Anbindung an bestehende Strukturen und vorhandene Berufsfelder hilft bei der Ansprache der Zielgruppe. Die jungen Menschen sind mit ihren geographischen Sozialräumen vertraut und identifizieren sich mit diesem.  Das motiviert sie an einem Mikroprojekt teilzunehmen und sich auf diese Weise für ihren Sozialraum zu engagieren bspw. durch Medienprojekte, Theateraufführungen oder durch die Gestaltung und Aufwertung neuer Freizeitplätze im Quartier. In den Mikroprojekten erwerben die jungen Menschen zudem, insbesondere durch die Zusammenarbeit in der Gruppe, für den Übergang von der Schule und Beruf wichtige soziale Kompetenzen.

Ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor, ist die Zusammenstellung von multiprofessionellen Teams. Verschiedene Professionen tragen dazu bei, dass die Zusammenarbeit durch Vernetzung mit weiteren Akteuren aus dem Quartier erfolgreicher wird.

Auch eine persönliche Kontaktaufnahme zu den Jugendlichen ist bei der Ansprache und dem Halten der Zielgruppe von großer Bedeutung. Die jungen Menschen werden besonders gut durch die aufsuchende Arbeit erreicht. Die Mikroprojekte schaffen einen niedrigschwelligen Zugang zu den jungen Menschen. Die langfristige Einbindung der Jugendlichen in die Projekte gelingt dabei nur durch eine intensive, ganzheitliche sozialpädagogische Beziehungsarbeit. Die Jugendlichen fordern dabei auch Verbindlichkeit und Langfristigkeit in Bezug auf Ihre Ansprechpersonen in den Projekten. Mikroprojekte dienen somit oft als Basis, um die jungen Menschen im Rahmen eines Case Managements am Übergang von der Schule in den Beruf zu unterstützen.