Direkt zum Inhalt





Jugend stärken

Zehn Jugendliche


Das Team der Kompetenzagentur. (Quelle: Kompetenzagentur Landkreis Dahme-Spreewald)Das Team der Kompetenzagentur. (Quelle: Kompetenzagentur Landkreis Dahme-Spreewald)

KOMPETENZAGENTUR LANDKREIS DAHME-SPREEWALD

Rahmendaten

Der Landkreis Dahme-Spreewald umfasst im Norden berlinnahe Gebiete wie die Gemeinde Schönefeld mit dem gleichnamigen Flughafen und erstreckt sich im Süden bis zum Spreewald und in die Niederlausitz. Die Kompetenzagentur ist mit je einem Standort in Königs Wusterhausen bei Berlin und in der Spreewaldstadt Lübben vertreten; sie besteht aus einem dreiköpfigen Team.

Ziele und Methoden

Das Ziel der Kompetenzagentur ist es, die Chancen junger Menschen auf gesellschaftliche Teilhabe zu erhöhen. Individuelle Beratung und Begleitung stehen im Vordergrund; beides gelingt in einer wertschätzenden und Vertrauen schaffenden Atmosphäre. Dabei arbeitet die Kompetenzagentur mit zahlreichen Partnern zusammen: Der Allgemeine Soziale Dienst, die Träger der Jugendhilfe, Jugendclubs, Streetworker, Schulsozialarbeit, ein Mehrgenerationenhaus und die ARGE zählen dazu.  

Regelmäßig lädt die Kompetenzagentur auch in der Jugendarrestanstalt Königs Wusterhausen zu Beratungsgesprächen ein. Dort knüpfen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Beziehungen zu inhaftierten Jugendlichen aus ganz Brandenburg und informieren sie über die Angebote der Kompetenzagenturen in ihrer Region.

Fallbeispiel

Seit Herbst 2009 arbeitet die Kompetenzagentur in der „Jugendberatungsetage Königs Wusterhausen“ mit den Projekten Schulverweigerung – Die 2. Chance Dahme-Spreewald Nord, Jugendmigrationsdienst des Diakonischen Werkes Lübben und deren Schuldnerberatung, sowie einem Projekt der „Jump Jugend mit Integration“ aus dem Programm „Integration durch Austausch“ auf einer Etage zusammen.

Für beide Projekte – Schulverweigerung – Die 2. Chance und Jugendmigrationsdienst – ist die Kompetenzagentur der Kooperationspartner für die Beratung zur Praktikumswahl, Berufsorientierung und Berufswahl. Sie führt Berufswahltests durch und wertet sie aus, und sie suchen nach Ausbildungs- und auch nach Arbeitsplätzen.

Ist Handwerk das Richtige für mich?  (Quelle: Kompetenzagentur St. Wendel)Ist Handwerk das Richtige für mich? (Quelle: Kompetenzagentur Sankt Wendel)

KOMPETENZAGENTUR SANKT WENDEL

Rahmendaten

Die Kompetenzagentur Sankt Wendel liegt im nördlichen Saarland und umfasst einen ländlich geprägten Einzugsbereich. Die drei Träger sind an drei verschiedenen Standorten in Sankt Wendel präsent. Außerdem werden Sprechstunden und Veranstaltungen in einem Mehrgenerationenhaus im Randgebiet des Landkreises angeboten.

Ziele und Methoden

Die Kompetenzagentur arbeitet mit dem Instrument des Case Management und setzt unterschiedliche Arbeitsschwerpunkte:

Aufsuchende Sozialarbeit findet im direkten sozialen Umfeld der Zielgruppe statt. Ein Jugendtreff in Citynähe und der Jugendstammtisch sind Anlaufpunkte, um gemeinsam mit Jugendsozialarbeiterinnen und  arbeitern die sozialen und beruflichen Probleme der Jugendlichen zu thematisieren. Auch die Kontaktbeamten der Polizei und die Jugendbüros der 16 Stadtteile sprechen Jugendliche mit Unterstützungsbedarf an und informieren sie über das Angebot der Kompetenzagentur.

Zur Kompetenzfeststellung wird ein Kompetenzguide genutzt, der mehrere Verfahren beschreibt, um die Stärken und die Motivationslage der Jugendlichen zu ermitteln und realistische Ziele zu formulieren.

Der durch die Kompetenzagentur initiierte Arbeitskreis „Netzwerk Schule – Beruf“ ist ein Ergebnis des Netzwerkmanagements. Es trägt dazu bei, dass Jugendlichen schnell und ohne großen administrativen Aufwand das passende Angebot gemacht werden kann. Auch Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsorganisation der Kompetenzagentur sind Teil des Netzwerkmanagements.

Fallbeispiel

Die Kompetenzagentur konzipierte und organisierte die Veranstaltung „Jugend stärken – Ausbildung fördern“. Die örtliche Agentur für Arbeit, die Kammern, der Jugendmigrationsdienst und ein Ausbildungsbetrieb erarbeiteten gemeinsam Antworten auf die Frage „Wie können wir erreichen, dass Jugendliche mit praktischen Begabungen, aber einer ungünstigen Ausgangssituation im Übergang Schule – Beruf bessere Chancen auf einen Einstieg ins Berufsleben erhalten?“ Ein Ergebnis war eine Bewerberbörse, bei der sich Jugendliche präsentieren und direkt mit einem potenziellen Ausbildungsbetrieb Kontakt aufnehmen konnten. Eine erfolgreiche Idee: Mehrere Ausbildungsverträge wurden abgeschlossen und einige zusätzliche Praktikumsplätze bereitgestellt.