Kompetenzagenturen unterstützen benachteiligte Jugendliche beim Übergang von der Schule in den Beruf. Individuelle Beratungs- und Qualifizierungsangebote erleichtern die soziale Integration und erhöhen die Chancen auf einen Ausbildungs- und Arbeitsplatz. Bundesweit wurden ca. 200 Kompetenzagenturen als Anlaufstellen geschaffen, deren Arbeit mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) unterstützt wird.
Hintergrund
Für viele benachteiligte Jugendliche ist es nicht leicht, den eigenen Berufsweg zu finden. Soziale, familiäre, persönliche Probleme wie Drogenabhängigkeit oder kriminelle Erfahrungen können den erfolgreichen Berufseinstieg erschweren.
In Kombination mit einem fehlenden Schulabschluss oder einer abgebrochenen Ausbildung wird diese Situation für junge Menschen dann zu einem Problem, das sie kaum mehr allein lösen können. Ihnen fehlen die Hoffnung, die Motivation und das Wissen darüber, wie sie doch noch einen Einstieg in den Arbeitsmarkt schaffen und ein eigenständiges Leben führen können.
Hier setzen die Kompetenzagenturen mit maßgeschneiderten Hilfen an.
Methoden
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kompetenzagenturen suchen den Kontakt zu den Jugendlichen in deren Lebensraum (aufsuchender Ansatz). Sie leisten Aufklärungs- und Beratungsarbeit und führen die Jugendlichen an Qualifizierungsangebote heran. Außerdem passen sie das Angebot zur Reintegration dem Leistungspotenzial der Jugendlichen und deren individueller Biografie an. Als zentrale Methoden werden Case Management und unter Einbezug der Familie und des sozialen Umfelds eingesetzt.
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