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Zehn Jugendliche

Jugend stärken



Methoden

CASE MANAGEMENT

Jede Jugendliche und jeder Jugendliche benötigt ein Unterstützungsangebot, das auf ihre bzw. seine Situation und Bedürfnisse abgestimmt ist (Schlüssel-Schloss-Prinzip). Auf dieser Grundlage wurde die Methode des Case Management entwickelt, die für jeden Einzelfall einen individuellen Ansatz verfolgt. Heute ist das Case Management in den fünf Programmen der Initiative JUGEND STÄRKEN die zentrale Methode zur (Re-)Integration junger Menschen.

Der individuelle Intergrationsprozess wird jeweils von einer persönlichen Bezugsperson (Case Manager) begleitet und gesteuert. Der Case Manager ist der zentrale Koordinator und eine Konstante, die Vertrauen schafft und Stabilität vermittelt.

Das Case Management verläuft üblicherweise in folgenden Schritten:

  • Die Kompetenzen des Jugendlichen werden festgestellt.
  • Zusammen mit dem Jugendlichen und in Abstimmung mit seinen Eltern und der Schule wird ein individueller Bildungs- und Förderplan erstellt.
  • Der Case Manager koordiniert und begleitet die Umsetzung dieses Integrationsplans und passt ihn ggf. mit dem Jugendlichen an.
  • Er vermittelt alle notwendigen Unterstützungsangebote und kontrolliert zusammen mit allen Beteiligten und dem Jugendlichen den Erfolg dieser Maßnahmen.

LOKALER AKTIONSPLAN

Der Lokale Aktionsplan ist das zentrale Umsetzungsinstrument im Programm STÄRKEN vor Ort.

Er wird von den Städten und Landkreisen erarbeitet und enthält neben der Situationsanalyse und Problembeschreibung des Fördergebietes definierte Entwicklungsziele und ein darauf abgestimmtes Handlungskonzept. Ziel ist es, nachhaltige soziale Strukturen zu etablieren.

Durch den Einbezug aller Beteiligten unterstützt der Lokale Aktionsplan die gesellschaftliche Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen und die Vernetzung der lokalen Akteurinnen und Akteure.

NETZWERKARBEIT

Das Netz-Prinzip von JUGEND STÄRKEN spiegelt sich in der Methode der Netzwerkarbeit wider: Die Unterstützungsangebote werden in Kooperation mit allen relevanten Akteurinnen, Akteuren und Verantwortlichen vor Ort umgesetzt. Familien, Schulen, Jugendämter, Träger der Jugendsozialarbeit, Arbeitsagenturen sowie die lokalen Unternehmen und Betriebe werden durch das Case Management in die Erstellung und Durchführung der Integrationspläne einbezogen.

Die Familie ist als Kooperationspartner für die Programme besonders wichtig, denn nur durch die aktive Einbindung und die Unterstützung der Eltern ist eine Integration ihrer Kinder möglich. Kinder und Jugendliche brauchen zu Hause Ansprache und die Bestätigung, dass sie auf dem richtigen Weg sind. Hierzu bedarf es gut informierter und überzeugter Eltern. Zielsetzung der Projekte ist daher, neben der Stärkung der Jugendlichen selbst, auch die wirkungsvolle Förderung und Stärkung der Erziehungskompetenz von Müttern und Vätern.

MONITORING UND EVALUATION

Die Programme der Initiative JUGEND STÄRKEN werden systematisch beobachtet und bei Bedarf optimiert oder neu ausgerichtet. Teilnehmerstrukturen, finanzielle und materielle Verlaufsdaten werden kontinuierlich erfasst und ausgewertet (Monitoring).

Darüber hinaus findet eine umfassende wissenschaftliche Bewertung der Programme im Hinblick auf ihre Zielerreichung, Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit statt (Evaluation).