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Jugend stärken

Zehn Jugendliche


Prinzipien

Die vier Programme der Initiative JUGEND STÄRKEN tragen zu einer hohen Qualität moderner Jugendsozialarbeit in Deutschland bei. Sie arbeiten nach folgenden Prinzipien:

  1. Ein komplementäres Quartett
  2. Ein stabiles Netz
  3. Ein passgenauer Schlüssel
  4. Praktizierte Gleichberechtigung

EIN KOMPLEMENTÄRES QUARTETT

Die Programme von JUGEND STÄRKEN greifen wie vier Puzzleteile ineinander. Sie erreichen benachteiligte Jugendliche und junge Menschen mit Migrationshintergrund in verschiedenen Lebensphasen: während der Schulzeit, beim Übergang von der Schule in den Beruf und in der Phase der beruflichen Orientierung. Abgestimmte Methoden und eine konsequente Ausrichtung an den Bedürfnissen der Zielgruppe gehören zum erfolgreichen Konzept.
Die Programme fügen sich zudem wie Puzzleteile in die Angebote von Kommunen und Ländern ein. Etwaige Lücken in diesem Angebot werden geschlossen. In diesem Sinne ersetzt JUGEND STÄRKEN keine Regelangebote vor Ort, sondern ergänzt sie dort, wo Zielgruppen ansonsten nicht oder nur schwer erreicht werden können („Puzzle-Prinzip“).

EIN STABILES NETZ

Probleme junger Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf sind nur in Kooperation mit dem sozialen Umfeld der Jugendlichen zu lösen. Die Standorte der verschiedenen Programme sind daher als Zentren von Netzwerken konzipiert und fungieren als zentrale Anlaufstellen aller beteiligten Personen und Institutionen („Netz-Prinzip“).
JUGEND STÄRKEN setzt damit auf die Zusammenarbeit von Jugendlichen, Schule, Familie, Freundeskreisen, der Jugendhilfe, sozialen Diensten, den Arbeitsagenturen, den lokalen Unternehmen, Betrieben und anderen Akteurinnen und Akteuren. Sie alle haben Einfluss auf die jungen Menschen und können sie auf ihrem Weg stützen und stabilisieren.

EIN PASSGENAUER SCHLÜSSEL

Die Programme der Initiative JUGEND STÄRKEN eröffnen benachteiligten Jugendlichen und jungen Menschen mit Migrationshintergrund neue Lebensperspektiven: Sie motivieren zu einem neuen Anlauf beim Schulbesuch; sie vermitteln berufspraktische Erfahrungen oder beraten beim Übergang von Schule in den Beruf, sie stärken vorhandene Kompetenzen und geben Unterstützung bei der Bewältigung sozialer Konflikte.
Der Schlüssel zu diesen neuen Perspektiven sieht für jeden Jugendlichen anders aus; es gibt kein Standardmuster für erfolgreiche Integration. Deshalb sind die Unterstützungsangebote von JUGEND STÄRKEN individuell und an die jeweilige Lebenssituation angepasst.

PRAKTIZIERTE GLEICHBERECHTIGUNG

Die Programme der Initiative JUGEND STÄRKEN berücksichtigen und fördern die Gleichstellung von Frauen und Männern. Sie folgen dem Konzept des Gender Mainstreaming und tragen dazu bei, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Gleichberechtigung als Bestandteil der Gesellschaftsordnung erleben und akzeptieren.
JUGEND STÄRKEN fördert zudem die interkulturelle Öffnung und das Verständnis unterschiedlicher Kulturen füreinander (Cultural Mainstreaming).