Das Logo des Programms: "Jugendmigrationsdienste"
Das Logo des Programms: "Jugendmigrationsdienste"

Die Jugendmigrationsdienste beraten und begleiten junge Menschen mit Migrationshintergrund, die eine dauerhafte Bleibeperspektive in Deutschland haben. Pädagogische Fachkräfte in den Jugendmigrationsdiensten unterstützen diese  jungen Menschen auf ihrem Weg in der Schule, bei der Ausbildung und in der Arbeitswelt, um ihnen Chancengerechtigkeit und Teilhabe zu eröffnen. Gemeinsam mit den Jugendlichen werden Ziele definiert und passgenaue Angebote gesucht, damit jeder einzelne seine Ziele erreichen kann.

Um den Zugang zu den jungen Migrantinnen und Migranten zu finden,  und die Zusammenarbeit mit ihnen vertrauensvoll und effizient zu gestalten, wird in den Jugendmigrationsdiensten - neben der Arbeit mit dem Einzelnen - auch ein breites Spektrum von Gruppenmaßnahmen vor allem im sportlichen und kulturellen Bereich angeboten. Viele Einrichtungen bieten Sprachergänzungs-maßnahmen und Bewerbungstrainings sowie Schulungen zum Umgang mit den neuen Medien an. 

Die Jugendmigrationsdienste sind auch Verbindungsstelle zu den Regeleinrichtungen vor Ort und kooperieren mit allen für die Integration relevanten Stellen. Die bundesweit mehr als 450 Einrichtungen mit über 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erreichen jährlich mehr als 91.000 (2015) junge Menschen mit Migrationshintergrund, davon mehr als 45.000  mit einem individuellen Integrationsförderplan. Die Zusammenarbeit mit Schulen, Betrieben und den Eltern ist dabei besonders wichtig. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter  beraten nicht nur die jungen Menschen selbst, sondern auch deren Eltern zu Fragen der Bildung und Ausbildung und arbeiten eng mit der Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE) zusammen.

Zur Optimierung der Integrationsprozesse wird seit 2011 flächendeckend und trägerübergreifend die webbasierte Software "I-mpuls JMD" eingesetzt, die auch eine Evaluation der Arbeit ermöglicht. Die Arbeit in den Jugendmigrationsdiensten wird regelmäßig den aktuellen Entwicklungen und Bedarfen angepasst.

Unter dem Titel „jmd2start“ erweitern die Jugendmigrationsdienste ab September 2015 bis Ende 2017 an bundesweit 24 Modellstandorten ihr Angebot für junge Flüchtlinge mit einer guten Bleibeperspektive (analog zum Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz).

Ziel ist die Bereitstellung spezieller Hilfsangebote, um sie besser und schneller in die Gesellschaft zu integrieren. Im Fokus steht dabei die Begleitung in der Schule, Unterstützung beim Erlernen der deutschen Sprache oder bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz.

Neben den Jugendmigrationsdiensten fördert das Bundesfamilienministerium weitere Projekte zur gesellschaftlichen und sozialen Integration von jungen Zuwanderinnen und Zuwanderern durch niedrigschwellige "Vor Ort"-Maßnahmen mit jährlich wechselnden thematischen Schwerpunkten.

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