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Zehn Jugendliche

Jugend stärken



Schulverweigerung - Die 2. Chance

Das Logo des Programms "Schulverweigerung - Die 2. Chance"Das Logo des Programms "Schulverweigerung - Die 2. Chance"
  • Laufzeit:  von 09/2008 bis 06/2014

Standorte: ca. 200 Koordinierungsstellen (variierend nach Förderjahren)

ESF-Fördervolumen: ca. 98,144 Millionen €

 

Ziele

Schülerinnen und Schüler, die die Schule aktiv oder passiv verweigern, gefährden den Erwerb ihres Schulabschlusses. Ziel des Programms Schulverweigerung – Die 2. Chance war es, junge Menschen, die ihren Schulabschluss durch Schulverweigerung gefährden, in das Schulsystem zurückzuführen. Das Programm, finanziert mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds, zielte damit auf die Senkung der Zahl der Jugendlichen, welche die Schule ohne Schulabschluss verlassen, und dadurch auf die Erhöhung ihrer Chance auf einen Ausbildungsplatz.

 

Zielgruppe

In den Koordinierungsstellen der „2. Chance" wurden junge Menschen ab zwölf Jahren, die die Schule aktiv oder passiv verweigerten, aufgefangen und wieder ins Schulsystem integriert. Zunächst standen ausschließlich Schülerinnen und Schüler von allgemeinbildenden Schulen im Fokus, auf denen der Erwerb eines Hauptschulabschlusses möglich war. Die Hilfe wurde im Jahr 2011 auf berufliche Schule ausgeweitet, wenn eine vollzeitschulpflichtige Maßnahme besucht wurde.

 

 

Methoden

Um die schulverweigernde Haltung zu verändern, benötigten die jungen Menschen eine individuell zugeschnittene Abfolge von Hilfen aus verschiedenen Lebensbereichen und eine langfristige, vertrauensvolle Begleitung. Daher kam in der „2. Chance“ als Methode das Case Management zur Anwendung. Case Management beginnt mit der Erhebung der individuellen Bedarfslage. Dazu gehören die Feststellung von Stärken, Wünschen und Bedürfnissen des jungen Menschen. Darauf aufbauend beginnt die Planung und Koordinierung der nächsten Schritte, indem individuelle Unterstützungsangebote ausgemacht werden. Diese wurden entweder von der Koordinierungsstelle selber erbracht, oder sie vermittelten in andere bestehende Angebote. Die mit den jungen Menschen vereinbarten Ziele wurden dabei ständig überprüft und ggf. durch andere Formen von Unterstützung angepasst.

Ergebnisse

Bundesweit hat das Programm seit 2008 mit über 19.000 Teilnehmenden im Case Management eine große Zahl aktiv oder passiv schulverweigernde Schülerinnen und Schüler erreicht und damit eine große Reichweite entfaltet. 61 % dieser jungen Menschen konnten schulisch reintegriert werden, bis ihre Schulabschlüsse hierdurch nicht mehr gefährdet erschienen. Von den Schülerinnen und Schülern gaben zudem 88 % an, mit der erhaltenen Unterstützung zufrieden gewesen zu sein. Für die meisten waren die Koordinierungsstellen mit Abstand die größte Hilfe bei der Bewältigung ihrer Probleme. Damit hat das Programm eindrucksvoll seine Leistungsfähigkeit verdeutlicht.

 

Weitere Informationen zu dem Programm finden Sie hier.

Verantstaltungen

  • 02/2009 Erste Regionalkonferenzen zu den Themen: Initiative „Jugend und Chancen – Integration fördern“, Falldokumentation und Case Management
  • 06/2009 Bundeskongress „Neue Wege einer zukunftsorientierten Jugendpolitik“ – Start der Initiative JUGEND STÄRKEN
  • 01/2010 Regionalkonferenz zum Thema: Formen von Schulverweigerung
  • 06/2010 Aktionstag der Initiative JUGEND STÄRKEN
  • 01/2011 Open Space Veranstaltung für die Koordinierungsstellen des Programms Schulverweigerung - Die 2. Chance und ihre Kooperationsschulen: „Gute Kooperationen gestalten“
  • 09/2011 Regionalkonferenzen zum Thema: Arbeit mit schulverweigernden Schülerinnen und Schülern an beruflichen Schulen
  • 09/2012 Regionalkonferenzen zum Thema: Gesundheitliche Risikofaktoren schulverweigernder Schülerinnen und Schüler
  • 04 und 05/2013 Workshop „Nach dem Ende der ESF-Förderung: Ideen zur Verstetigung der Koordinierungsstellen“
  • 04/2013 Workshop „Jugenddelinquenz: Arbeit mit straffälligen Jugendlichen“ der ESF-Programme Schulverweigerung – Die 2. Chance und Kompetenzagenturen
  • 06/2013 Aktionstag JUGEND STÄRKEN
  • 09/2013 Workshop “Erfahrungen zur Arbeit mit schulverweigernden Schülerinnen und Schülern an beruflichen Schulen“