Das Programm „Schulverweigerung – Die 2. Chance“ richtet sich an Jugendliche ab 12 Jahre, die ihren Hauptschulabschluss durch aktive oder passive Schulverweigerung gefährden. Ziel des Programms ist es, diese Jugendlichen in das Schulsystem zurückzuführen und ihre Chancen auf einen Schulabschluss zu verbessern.
Bundesweit stehen rund 200 Anlauf- und Beratungsstellen zur Verfügung. Das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gesteuerte Programm wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert.
Hintergrund
Die „Karriere“ vieler Schulabbrecherinnen und Schulabbrecher verläuft stufenweise. Sporadische Unaufmerksamkeit im Unterricht wandelt sich bald in geistige Abwesenheit und führt zu absoluter Verweigerung der Mitarbeit. Manche Jugendliche bleiben der Schule sogar ganz fern, „Schuleschwänzen“ wird für sie allmählich zur Regel. Durch dieses Verhalten gefährden Jugendliche ihren Schulabschluss. Häufig sind es diejenigen, die in ihren Familien und in ihrem sozialen Umfeld nicht entsprechend gefördert werden.
Methoden
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Programmstandorten bauen zunächst Kontakt zu schulverweigernden Jugendlichen auf. Dabei arbeiten sie eng mit den Schulen, der Schulsozialarbeit und der mobilen Jugendarbeit zusammen und entwickeln gemeinsam mit den Jugendlichen ein individuelles Angebot zur Reintegration. Angewandte Methoden sind das Case Management, die Netzwerkarbeit und die Zusammenarbeit mit den Eltern.
Standorte „Schulverweigerung – Die 2. Chance“
Zu den Methoden
Zum Programm Schulverweigerung – Die 2. Chance