Kommunen tauschen sich zur Arbeit im Programm JUGEND STÄRKEN im Quartier in ländlichen Räumen in Zeitz aus

Teilnehmende eines Arbeitskreises diskutieren
Zeitz: Themenwerkstatt JUSTiQ im ländlichen Raum © www.karstenadebahr.de

Der Fachvortrag am Vormittag gab den Teilnehmenden einen Überblick über den aktuellen Wissensstand in Forschung und Praxis zur regionalen Bindung von jungen Menschen und zur sozialen Arbeit in ländlichen Regionen.

Am Nachmittag tauschten sich die Teilnehmenden in drei Workshops aus:

Im Workshop „Die Rolle der Sozialen Arbeit im Kontext regionaler Entwicklungsprozesse – Zuschauerin oder Player?“ stellten die Teilnehmenden zunächst fest, dass sie in einer eher passiven Rolle an Regionalentwicklungsprozessen beteiligt sind, etwa über informelle Netzwerke oder Projektkontexte. Niemand der Teilnehmenden war bislang direkt an strategischen Prozessen, beispielsweise durch die Mitarbeit in einer Steuerungsgruppe, beteiligt. In ihrer aktuellen Situation fühlen sich die Teilnehmenden eher als Zuschauerinnen und Zuschauer. Für die Zukunft würden sie sich eine stärkere Einbindung in Prozesse der Regionalentwicklung wünschen.

Die Teilnehmenden im Workshop „Ansprache, Bedarfe und Anbindung der Zielgruppe im ländlichen Raum“ arbeiteten folgende Gelingensfaktoren für ihre Arbeit im ländlichen Raum heraus: eine niedrigschwellige Ansprache, Bedarfe zu erfragen und offen für diese zu sein, passgenaue Projekte zu kreieren und eine intensive sowie kontinuierliche Zusammenarbeit mit den Akteuren vor Ort.
Wichtig ist zudem, die eigene Arbeit zu reflektieren und dabei auch Grenzen zu erkennen und diese zu kommunizieren.

Zum Thema der „Zusammenarbeit im ländlichen Raum“ herrschte bei den Teilnehmenden Konsens darüber, dass die rechtskreisübergreifende Zusammenarbeit ein wesentlicher Faktor für eine gelingende soziale Arbeit ist. Durch enge Begleitungen und „warme Übergaben“ können Barrieren für die jungen Menschen abgebaut und Zugänge zu anderen Angeboten geschaffen werden. Die Initiierung regelmäßiger Netzwerktreffen und eine bedarfsgerechte Arbeitsweise waren zentrale Themen des kollegialen Austausches im Workshop. Zudem stellten die Teilnehmenden fest, dass die Zielgruppenerreichung über das Internet an das Nutzungsverhalten der jungen Menschen angepasst werden muss.