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Koordinierungsstelle Übergang Schule-Beruf

Landkreis Göttingen

Kontakt

Landkreis Göttingen
Koordinierungsstelle Übergang Schule-Beruf
Reinhäuser Landstraße 4
37083 Göttingen
Niedersachsen

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

www.landkreisgoettingen.de

Fördergebiete
Eine Abgrenzung kleinteiliger Fördergebiete im Landkreis Göttingen hat sich als nicht sinnvoll herausgestellt. Deswegen wird der Landkreis Göttingen im Ganzen als Fördergebiet ausgewiesen. Der Landkreis Göttingen ist ein sehr strukturschwacher, inhomogener, ländlicher Raum mit starkem Bevölkerungsrückgang.

Auffällig sind zahlreiche, aber auch wechselnde, kleinräumige soziale Brennpunkte mit deutlicher sozialer Segregation. Die ländliche Region ist geprägt von zentralisierten schulischen und sozialen Versorgungsstrukturen, mitunter mit Standortschließungen und -zusammenlegungen. Insofern gibt es unplanbare, dynamische Entwicklungen, die eine ständige Anpassung der Angebote erfordern. Zum 1. November 2016 muss zudem der Landkreis Osterode als mögliches Fördergebiet aufgrund der vollzogenen Fusion der Landkreise berücksichtigt werden.

Zu beobachten sind des weiterem lokale Zuzüge mit jugendbezogener Negativwirkungen (rechte Gruppierungen), die kleinräumig schnelle Reaktionen erfordern.

Beteiligung am Städtebauförderungsprogramm "Soziale Stadt"
nein

Projekte

Projekt Prävention und Intervention Schulvermeidung

Umsetzende Institution(en) Landkreis Göttingen
Zeitraum 01.01.2015 - 31.12.2018
Zielgruppe 1.) Schüler und Schülerinnen mit Anzeichen von schulvermeidendem Verhalten und schleichender Exklusion ab ca. der 7. Klassenstufe (eigentlich schon deutlich früher v.a. ab Wechsel zwischen Grundschule und weiterführender Schule, zunehmend in Grundschulen) 2.) Schüler und Schülerinnen mit manifester Schulvermeidung (längere Schulabwesenheiten), teilweise disziplinarischen Maßnahmen, Leistungsversagen, Ordnungswidrigkeitsverfahren, unglaubwürdigen Krankschreibungen, Schulwechsel, soziale Exklusion, problematische Peer-Gruppenkontexte 3.) In den ländlichen Sozialräumen "abgehängte" junge Menschen, die sich zu sozial destruktiven Peer-Groups zusammenschließen, als Folge negativer sozialer Lerneffekte (negative Bildungskarrieren, Kriminalität, Drogensucht usw.) und ungünstige Entwicklungsprognosen, ggf. psychische Auffälligkeiten bzw. depressiver Rückzug, latente bis manifeste Exklusion in Schule und sozialem Umfeld
Angebote Mehrstufiges, aufeinander abgestimmtes Angebot zur Prävention und Intervention bei schulvermeidendem Verhalten inkl. der Entwicklung von Präventionskonzepten, in Verbindung mit niedrigschwelliger Beratung und Clearing und aufbauend Case Management bei schwierigen Fällen (12 bis 18 Monate) . Es besteht die Option der Verlängerung, da bei jungen und benachteiligten Jugendlichen der Zugang oft nur über praktische Angebote möglich ist und aufgrund der Infrastrukturmängel und der Immobilität im ländlichen Raum sich manchmal die Abgabe bzw. die Gestaltung von Übergängen an andere Maßnahmen verzögert. Beide Umstände können die individuelle Maßnahmedauer hinsichtlich der Begleitung des jungen Menschens übers Case-Management verlängern. 1.) Bedarfsanalyse bezogen auf schulische und sozialräumliche Strukturen, Mängel und vorhandene Angebote und der individuellen Voraussetzungen der Zielgruppe, Erarbeitung gemeinsamer Ziele und Konzepte zusammen mit den lokalen Akteuren 2.) Umsetzung geeigneter alters- und problemspezifischer Gruppen- und Einzelangebote in Klassen und Schulen mit besonderer Problembelastung 3.) Allgemein lösungsorientiertes Beratungsangebot bei schulvermeidendem Verhalten und Unterstützung bei Konflikten zwischen Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrer/-innen/Schulen, evtl. kurzfristig persönliche Gespräche vor Ort, Beratung bei Ordnungswidrigkeitsverfahren, bei eindeutigen und kurzfristigen Problemlagen schnelle Vermittlung an weitere Unterstützungsangebote
Casemanagement ja
Beratung/Clearing ja
Aufsuchende Jugendsozialarbeit ja

Mikroprojekte

JUNGEN STÄRKEN

Umsetzender Projektträger Landkreis Göttingen
Zeitraum 15.09.2015 - 14.09.2016
Zielgruppe Die Jungen AG „JUNGEN STÄRKEN" richtet sich an männliche Jugendliche an der Hauptschule am Botanischen Garten in Hann. Münden. Sie bietet den jungen Schülern einen geschützten Raum, indem sie nur unter Jungs sind und einen besonderen Freiraum haben um sich auszutauschen. Zielgruppe sind männliche Jugendliche im Alter von 12-14 Jahren. Die Hauptschule in Hann. Münden ist im Landkreis Göttingen eine "Brennpunktschule", die Schüler und Schülerinnen kommen aus benachteiligten Milieus, gekennzeichnet durch einen hohen Migrationsanteil, soziale und emotionale Benachteiligungen, Bildungsferne und instabile familiäre und ökonomische Bedingungen. Viele dieser Kinder leben im direkten Stadtkern Mündens, zudem auch die Schule gehört. Im Jahr 2013 wurde die Schule von insgesamt 220 Schülern besucht. Der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund lag bei ca. 50 Prozent. Die Jugendlichen bzw. ihre Eltern stammen aus ca. 12 verschiedenen Herkunftsländern.
Angebote Gezielte Angebote an der Schule können dazu beitragen, die Jugendlichen in ihrem Handeln zu stärken und helfen aufgrund der gemeinsamen Arbeit an einer Projektidee kulturelle oder religiöse Disparitäten abzubauen. An der Schule gibt es bereits eine Mädchen AG, die von der dort zuständigen Schulsozialpädagogin begleitet wird. Das einzurichtende Angebot einer Jungen AG leistet einen entsprechenden geschlechtersensiblen Beitrag zur Förderung der männlichen Schüler an der Schule und lenkt darüber hinaus verstärkt den Blick in Richtung Quartiersarbeit. Die Projektarbeit verfolgt neben der Schaffung eines Mehrwertes fürs Quartier das Ziel die sozialen Kompetenzen der Jugendlichen zu fördern. Das persönlichkeitsstärkende Projekt soll gleichermaßen das Erleben ermöglichen, Teil einer Gruppe zu sein, in der es Spaß macht, sich auszuprobieren aber auch ein Teil einer Gruppe zu sein, die lebendigen Anteil an dem Geschehen im Quartier hat. Der Bezug zum Quartier wird gestärkt indem idealerweise die Jungenarbeitsgruppe nicht ausschließlich im Sozialraum Schule stattfindet, sondern durch die Projektform wird es möglich, die AG auf den Sozialraum der Innenstadt sowie auf den weiteren Nahraum Wald und Natur, von der Hann. Münden umgeben ist, auszuweiten und die Jugendlichen stärker in ihren sozialen Lebensraum als aktive und engagierte Mitglieder zu integrieren. Denkbare Projekte: Lauftraining mit dem Ziel der Teilnahme am Mündener Altstadtlauf 2016, dort werden erfolgreich Spendengelder für die Stadt erlaufen, Fahrradtouren durch die Umgebung, Erkundung des ök. Nahraumes des Quartiers; TN und Präsentation ( Öffentlichkeitsarbeit) am Markt der sozialen Möglichkeiten in Hann. Münden (soziale Einrichtungen vor Ort stellen sich vor); TN und Präsentation an öffentlicher Filmvorführung der Film-AG der Schule am Bot. Garten (gerne im örtl. Kino unter Schirmherrschaft des Bürgermeisters), Nutzung des Mündener Klettergartens, evtl. Durchführung eines kleinen Kletterfestes.

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